Auch wenn das Baby direkt nach der Geburt vielleicht noch keinen richtigen Hunger hat, so erreicht doch sein Saugreflex in den ersten beiden Stunden nach der Entbindung seinen Höhepunkt. Viele Startschwierigkeiten beim Stillen lassen sich allein dadurch vermeiden, dass das Kind ungestört und in aller Ruhe an Mamas Brust liegen und saugen darf. Die Intimität, die durch das erste Nuckeln an der Brust entsteht, gibt dem Neugeborenen außerdem etwas von der Geborgenheit zurück, die es noch aus dem Mutterleib kennt – es spürt die Wärme der Haut, es hört den vertrauten Herzschlag und spürt die zärtlichen Berührungen.
Durch das Saugen des Babys wird die Milchbildung angekurbelt. Bei jedem Anlegen bekommt der Säugling in den ersten Stunden nach der Geburt etwas von der wichtigen Vormilch, die den Magen-Darm-Trakt mit einem Schutzfilm auskleidet und ihm gleichzeitig dazu verhilft, den ersten Stuhlgang schneller auszuscheiden.
Aller Anfang ist schwer – das Neugeborene schläft vielleicht schon nach wenigen Minuten an der Brust ein. Das Trinken ist für den Säugling anstrengend, deswegen sollte ihm die Mutter kleine Pausen gönnen. Wenn sich das Baby erholt hat, wird es bestimmt wieder weiter trinken. Gerade am Anfang wird die Geduld der Mütter oft auf eine harte Probe gestellt: Verzweifeln Sie nicht, mit Geduld und Gelassenheit wird es mir dem Stillen bestimmt klappen, auch wenn der Saugreflex Ihres Kindes vielleicht noch nicht am ersten Tag hinreichend ausgeprägt ist.
Nehmen Sie Hilfe in Anspruch! In der Geburtsklinik haben frischgebackene Mütter die Gelegenheit, unter der Obhut des Pflegepersonals zu lernen, wie sie mit dem Nahrungsrhythmus ihres Babys umgehen können. Die Hebammen und Schwestern unterstützen Sie bestimmt gerne, so oft es nötig ist, beim Anlegen. Auch in der Zeit nach dem Klinikaufenthalt hilft die Betreuung durch eine Hebamme oder eine Stillberaterin über Schwierigkeiten hinweg. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Zweifel, Fragen und Ängste mit ihnen zu besprechen – gemeinsam werden Sie bestimmt eine Lösung für alle möglichen Stillprobleme finden.
(Quelle Bild: Istockphoto)






Stillen – Startschwierigkeiten vermeiden









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